Liebe*r Leser*in,wie sieht für Sie ein entspannter Nachmittag in der Stadt aus? Reißverschluss der Lieblingsjacke reparieren lassen, Schaufensterbummel, Eiscafé, Buchladen, Bioladen. Die Realität sieht leider oft anders aus: Leerstand und die immer gleichen gesichtslosen Ketten statt lebhaftem Treiben. Diese Herausforderung adressieren mehrere Projekte, die wir Ihnen heute vorstellen möchten.
Können Innenstädte durch nachhaltige Konsumformen wie Leihen, Tauschen oder Reparieren belebt werden? Das Wuppertal Institut hat dies im
Projekt „Stadtzentren als Orte nachhaltigen Konsums gestalten“ untersucht und kommt zu dem Schluss, dass es dafür weder einfache Rezepte noch einen politischen Flickenteppich geben darf, sondern einen wirklich ganzheitlichen Ansatz.
Leerstand betrifft übrigens auch Kirchen, deren Unterhalt nicht mehr geleistet werden kann. Was passiert, wenn die Gemeinde auszieht – und welche neuen Orte der Begegnung entstehen können, zeigt das
Projekt „MaKiLe“ anhand von rund 80 Best-Practice-Beispielen aus ganz Deutschland.
Ebenso wie Konsum und Gebäudenutzung prägt die Verkehrssituation die Aufenthaltsqualität in Innenstädten. Darmstadt testet im
Reallabor mit dem Projekt Mobility Benefit District MBD 15, ob Parkgebühren direkt im jeweiligen Quartier wirken können – etwa um den Fußverkehr zu stärken. Denn zu Fuß gehen ist der „unterschätzte Baustein der Mobilität“ schlechthin: In Planung und Forschung kaum sichtbar, im Alltag unverzichtbar. Eine
neue Studie des Deutschen Zentrums für Luft- und Raumfahrt (DLR) im Auftrag des UBA nimmt sich genau dieser Lücke an.
Ganz und gar nicht zu kurz kommt der Fußverkehr jedes Jahr in der
Europäischen Mobilitätswoche (EMW) vom 16. bis zum 22. September. Unter dem Jahresthema „Mobilität unter den Generationen“ rückt in den Blick, was Kinder und Senior*innen brauchen, um sich sicher und selbstständig im Straßenverkehr bewegen zu können.
Und noch eine Aktionswoche lohnt sich. Vom 29.09. bis zum 06.10. heißt es „Alles auf dem Zettel!“ –
Aktionswoche „Zu gut für die Tonne!“ 2026. Diesmal dreht sich alles um die Frage, wie clevere Mahlzeiten- und Einkaufsplanung ganz konkret gegen Lebensmittelverschwendung helfen kann. Eigene Aktionen können ab sofort eingereicht werden – machen Sie mit!